Warum technisches SEO zuerst kommt
Damit eine Seite in den Suchergebnissen erscheint, muss sie drei Stufen passieren: Google muss sie finden, crawlen können und für indexierungswürdig halten. Eine Seite, die an einer dieser Stufen hängen bleibt, rankt nicht — egal wie gut sie geschrieben ist.
Die teuersten Fehler finden wir genau hier. Es ist nicht selten, dass die Hälfte der über Monate produzierten Seiten nie indexiert wurde, oder dass bei einem Relaunch keine Weiterleitungen von den alten Adressen gesetzt wurden und damit die gesamte aufgebaute Autorität verloren ging. Deshalb beginnt jedes Programm mit einer technischen Analyse.
Crawlbarkeit und Indexierung
Was wir dabei prüfen:
- robots.txt und Meta-Robots. Ungewollt blockierte Bereiche — oder umgekehrt Seiten, die nicht indexiert werden sollten (Dankesseiten, Filterkombinationen), aber offen stehen
- Canonical-Tags. Derselbe Inhalt über mehrere Adressen erreichbar (www/non-www, http/https, abschließender Slash), ohne Angabe, welche die maßgebliche ist
- Sitemap. Existiert sie, ist sie aktuell, enthält sie Seiten, die nicht hineingehören, wird sie aus der robots.txt referenziert
- Weiterleitungen. Defekte interne Links, Weiterleitungsketten, durch Umzüge verwaiste Adressen
- Search-Console-Abdeckungsbericht. Welche Seiten aus welchem Grund nicht im Index sind — die direkteste Diagnosequelle
Der kritische Schritt bei jedem Relaunch ist die Weiterleitungskarte. Jeder Umzug ohne 301-Zuordnung von alten auf neue Adressen setzt die dort aufgebauten Rankings zurück. Die meisten "Traffic nach dem Relaunch eingebrochen"-Fälle gehen darauf zurück.
Ladezeit und Core Web Vitals
Googles Nutzererlebnis-Metriken messen drei Dinge: wie schnell der Hauptinhalt sichtbar wird (LCP), wie schnell die Seite auf Interaktion reagiert (INP) und wie stark der Inhalt beim Laden springt (CLS).
Ihr direkter Ranking-Effekt wird meist überschätzt. Die eigentliche Bedeutung liegt woanders: Auf einer langsamen, springenden Seite bricht der Besucher das Formular ab. Wer aus der lokalen Suche kommt, ist bereits in der Entscheidungsphase — jeder hier verlorene Besucher ist unmittelbar ein verlorener Kunde.
Wir konzentrieren uns auf die praktischen Punkte: Bilder im richtigen Format und in passender Größe ausliefern, renderblockierende Skripte verzögern, ungenutztes CSS und JS entfernen und eine sinnvolle Strategie für das Laden von Schriften. Ziel ist nicht der Wert 100, sondern dass der Nutzer den ersten Bildschirm schnell sieht.
Strukturierte Daten
Strukturierte Daten (schema.org) machen die Informationen einer Seite für Google maschinenlesbar. Die für lokale Unternehmen relevanten Typen:
| Typ | Funktion |
|---|---|
LocalBusiness und Untertypen | Definiert die Unternehmensentität; stärkt die Verknüpfung von Profil und Website |
Service | Klärt, welche Leistung eine Seite beschreibt und wer sie erbringt |
FAQPage | Kann aufklappbare Frage-Antwort-Darstellung in den Ergebnissen bringen |
BreadcrumbList | Zeigt die Seitenhierarchie statt der rohen URL und hebt die Klickrate |
Organization + sameAs | Verbindet Website, Unternehmensprofil und Social-Konten zu einer Entität |
Worauf wir bei der Einrichtung achten: Alle Schema-Blöcke verweisen über eine feste
@id auf dieselbe Unternehmensentität. Seitenweise unverbundenes Schema führt
dazu, dass Google statt eines Unternehmens mehrere unzusammenhängende Entitäten sieht.
hreflang bei mehrsprachigen Websites
Auf mehrsprachigen Websites ist der häufigste Fehler, dass jede Seite hreflang für jede Sprache ausgibt — auch für Seiten ohne Übersetzung. Findet Google unter der angegebenen Adresse keine Entsprechung, kann es den gesamten hreflang-Verbund verwerfen.
Richtig ist, hreflang nur zwischen tatsächlich einander entsprechenden Seiten zu setzen und
marktspezifische Seiten ganz aus dem Verbund zu lassen. Zusätzlich muss jede Seite auch auf
sich selbst verweisen und x-default definiert sein.
Was die Analyse abdeckt
Auf der technischen Seite berichtet die kostenlose Analyse: nicht indexierte Seiten samt Begründung, defekte Links und Weiterleitungsketten, Canonical-Konflikte, fehlende oder fehlerhafte strukturierte Daten, Mobile-Usability-Fehler und die Ladezeit des ersten Bildschirms. Die Befunde sind nach Wirkung sortiert — Sie müssen nicht alles auf einmal beheben, meist sind ein oder zwei Punkte für die Blockade verantwortlich.
Technische Korrekturen allein reichen selten. Steht der Boden, übernehmen OnPage und Content.